Appeltje – Eine Schriftfamilie für Leseanfänger

Übersicht über die Schnitte
Appeltjes Buchstaben basieren auf den formalen Prinzipien kalligraphischer Schriften
Deutsche und Niederländische Schulworte
Appeltje im Mathe-Unterricht
Appeltje im Einsatz bei Lesetexten

Appeltje ist eine humanistische serifenlose Schrift, mit dem Ziel, besonders für Leseanfänger gut und mühelos leserlich zu sein, ohne dabei die kalligraphische Tradition der westlichen Schrift zu vernachlässigen.

Die Idee zu diesem freien Schriftprojekt entstand bei der Betrachtung von Grundschul-Lernmaterialien, auf denen spezielle Schulschriften zum Einsatz kamen. Diese vermeintlich optimalen Schriften basieren alle auf einem Futura-inspirierten geometrischen Formprinzip, wodurch der formale Aufbau einzelner Lettern besonders betont wird, die jedoch auch einige Probleme mit sich bringt: b, d, p und q sind in solchen Schriften Spiegelungen voneinander und werden von Kindern leicht verwechselt. Zudem sind für das flüssige Lesen nicht die Formen der einzelnen Buchstaben, sondern Wortbilder und eine hohe Varianz der Formen zwischen Buchstaben entscheidend, was eine symmetrische geometrische Schrift ebenfalls nicht bieten kann. Wer mehr über die Theorie hinter Appeltje erfahren möchte, dem sei Gerrit Nordzijs »Das Kind und die Schrift« empfohlen.

Appeltje ist daher der Versuch, den einfachen, geometrischen Buchstaben etwas von ihrem kalligraphischen Charakter zurückzugeben und mit gut unterscheidbaren Buchstaben den fließenden Übergang vom Buchstaben- zum Wort-Lesen zu erleichtern. Appeltje ist eine Schrift für Kinder, ohne dabei kindisch zu werden und eignet sich mit seinen Schnitten auch für klare und distinkte visuelle Identitäten. Appeltje erhält gerade seinen Feinschliff und wird bald zur kommerziellen Verwendung bei Pohlen & Co. veröffentlich.

Für: Freies Projekt
Rolle: Schriftgestaltung